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Henry Bergman (23. Februar 1868 – 22. Oktober 1946) war ein US-amerikanischer Bühnen- und Filmschauspieler, bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Charlie Chaplin. Geboren in San Francisco, Kalifornien, spielte er Theater und trat 1888 in „Henrietta“ am Hollis Street Theater in Boston sowie 1892 und 1893 in der Tournee-Produktion von „Der Senator“ auf. Sein Broadway-Debüt gab er 1899. Seinen ersten Filmauftritt hatte er 1914 im Alter von 46 Jahren mit der L-KO Kompany. 1916 begann Bergman die Zusammenarbeit mit Charlie Chaplin, zunächst mit „Der Pfandladen“. Für den Rest seiner Karriere blieb Bergman Chaplins Charakterdarsteller und arbeitete als Studioassistent, unter anderem als Regieassistent. Er wirkte in zahlreichen Chaplin-Kurzfilmen und späteren Spielfilmen mit, darunter „Der Einwanderer“, „Der Goldrausch“ und „Der Zirkus“. Bergmans letzter Filmauftritt war in „Moderne Zeiten“ als Restaurantleiter, sein letzter Beitrag abseits der Leinwand war 1940 für „Der große Diktator“. Chaplin half Bergman bei der Finanzierung eines Restaurants namens Henry’s in Hollywood, das sich zu einem beliebten Treffpunkt für Prominente entwickelte und als Vorläufer des späteren Brown Derby Restaurants diente. Henry Bergman blieb bis zu seinem Tod durch einen Herzinfarkt im Jahr 1946 mit den Chaplin Studios verbunden. Er ist auf dem Hillside Memorial Park Cemetery in Culver City, Kalifornien, beigesetzt.